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Battlestar Galactica

by admin on Jan.30, 2011, under Allgemein

40 jahre sind seit dem krieg der menschen gegen ihre eigene schöpfung, den cylonen, vergangen. seit dem tage der übereinkunft, das sinnlose kämpfen zu beenden, gab es keinen kontakt mehr zwischen den beiden völkern. inzwischen ist dem alarmismus alltag gewichen, allmählich werden die alten schlachtkreuzer in den ruhestand geschickt, und mit ihnen die alten kämpfer im großen krieg gegen die maschinen. die galactica wird zu einem museum umgebaut und die menschheit schwelgt im zufriedenen glauben, die cylonen machen irgendwas, nur nicht ihnen auf die nerven zu gehen.

natürlich ist nichts eitle wonne, denn die cylonen waren nicht untätig. während die menschen glauben, sie würden noch immer aussehen wie übergroße, silberne toaster mit roter augenleiste, haben sie die technischen möglichkeiten erweitert und sehen nun aus wie -menschen. so ist es ein leichtes zu infiltrieren, und so gelingt es den maschinenwesen die streitmacht der menschen binnen eines tages zu pulverisieren. ein genozid beispielloser ausmaße, ohne erbarmen, kalt, berechnend. so wie maschinen eben denken.

hollywood gehen also die ideen aus. möchte man meinen. science fiction ist an einem interessanten scheideweg angekommen. stargate, nach 9 staffeln und zwei spin-offs, kann mit SG: Universe nur schwer an alte erfolge anknüpfen. star trek wurde eingemottet und hatte zumindest im kino einen erstaunlich rasanten reboot. etwas musste sich ändern, dachten sich die produzenten, und griffen ein thema auf, das stoff für viele spannende geschichten liefert.
während die alte galactica unfreiwillig komisch wirkte und der blasse glanz der nostalgie nun mal nicht ewig währt, schrieben die erschaffer der neuen battlestar galactica eine düsteres universum, wo die menschen nun permanent gejagt werden. dabei kommt auch ein reboot natürlich nicht um die tugenden des in würde gealterten battlestars herum. die viper kampfjäger wurden nur leicht verändert, auch die galactica selbst wurde optisch lediglich aufgehübscht. computer sei dank bewegen sich die animationen auf hohem niveau, ungewöhnliche kameraperspektiven runden die optik tadellos ab. dunkle und düstere bilder werden gezeigt, das alter der galactica ist fühlbar. details wie die fehlende vernetzung der bordcomputer, “echte” telefone an schnüren, und überhaupt ist vieles handarbeit. von hochtechnisierten schnickschnack wie auf einer enterprise keine spur.

die erste staffel dreht sich um das schlüsselerlebnis des pilotfilms, der vertreibung der menschen und zerstörung aller kolonien. knappe 50.000 überleben in schiffen, millionen sterben. die einzige hoffnung: eine eventuell ferne kolonie namens erde. aber wo liegt sie?
aber es gibt drängendere fragen. überall herrscht mangel, an munition, platz, hoffnung. tonnen an lebensmittel werden benötigt, fleisch, weizen, und wasser. dazu noch die cylonen im nacken. klingt nicht nach vergnügen? ist es auch nicht.
battlestar galactica wirft uns in eine fast hoffnungslose situation und zieht den zuschauer schnell in seinen bann. aber wie bei allen serien lauert nicht nur der suchtfaktor, sondern auch der frust einer verpassten folge. es passiert sehr viel in kleinen happen, dran bleiben ist also erforderlich.

action, drama, düstere optik. science fiction orientiert sich immer gerne am hier und jetzt, und battlestar galactica fängt die stimmung unserer zeit sehr gut ein. keine kompromisse, militärische entscheidungen, kameradschaft. all diese werte sind sehr amerikanisch, aber das war das original auch schon, nur war alles mit ein bisserl einem augenzwinkern, passt eh schon, is eh nicht so dramatisch. die 80er eben.
cylonische agenten. explodierende wassertanks. dogfights im all. hilflosigkeit. also genug spannung, um stunden vor dem fernseher zu verbringen. battlestar galactica ist meine empfehlung für den erwachsen gewordenen science-fiction nerd, der sich an geleckten sternenflottenoffizieren und durch wasserringe gehende U.S. Marines satt gesehen haben.

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Haiti

by admin on Jan.12, 2011, under Allgemein

Es ist tatsächlich ein Drama was in dem kleinen, bitterarmen Karibikstaat passiert. Menschliche Tragödien spielen sich ab, und das Medieninteresse flaut natürlich nicht ab. Zu spannend ist die Frage, wie sich ein Entwicklungsland wie dieses von solch einer Katastrophe erholt.

Kaum, wie man täglich lesen, hören und sehen kann. Milliarden Geld wurde versprochen, nur ein Bruchteil ist angekommen. Schutt liegt auf den Straßen (noch immer), Krankenhäuser, Ärzte, Hygiene, alles fehlt. Nahrungsmittelknappheit, Seuchen, Unterernährung, gestiegene Verbrechensrate.

Trotzdem hält sich meine Empathie in Grenzen. Nun, das wird sicherlich den einen oder anderen gegen den Strich gehen, ist mir aber herzlich Wurscht.

Betrachtet man das Disaster genauer, könnte man sagen, dass dort gerade das abspielt, was gemeinhin als “zivilisatorische Degeneration” bezeichnet werden kann. Denn für den Wiederaufbau enes ganzen Staates gehört mehr als Geld oder freiwilige Helfer. Aber solange sich die Menschen dort selbst zerfleischen, um Nahrungsmittel kämpfen, bewaffnete Banden durch das Elend streifen, Raub und Mord zur Tagesordnung gehört, ja wer hat denn da Lust auch noch die Leichen zu entsorgen die sich immer noch zwischen vielen Ruinen verstecken? Nach dem Krieg gehörte meine Großmutter zu den Trümmerfrauen, und das “geschlagene Volk” richtete sich auf zu neuen Taten und begannen damit, mal alles sauber zu machen.

Das täte Haiti auch gut. Aber dazu gehört, meiner Meinung nach, auch eine Regierung die dazu fähig ist, tatsächlich zu sagen, was sie brauchen. Heute gibt es Lastautos oder Bagger, vor 70 Jahren waren es nimmermüde Hände und den Willen, wieder neu anzufangen. Was denn sonst?

Immer nur nach Hilfe schreien wird auch nichts bringen, wenn man nicht selbst auch mal anfängt anzupacken.

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die medienlandschaft

by admin on Jan.10, 2011, under Allgemein

in Österreich lässt zu wünschen übrig. inzwischen hat die montagsausgabe eines Standard genau 20 Seiten.

was schon einiges aussagt, wäre da nicht auch die Tatsache, dass es um die politische Landschaft schlecht steht. denn inzwischen regiert neben dem Proporz zunehmend eine kleine Minderheit aus inkompetenten stümpern die Geschicke Österreichs. siehe hiesige Debatten im Parlament oder ewiges hin und her bei ausbauten von wichtigen Straßen (Oberösterreich Annone?). dafür bekommt pettenbach mehrere Kreisverkehre, die sich hiesige provinzpolitker mit riesigen Werbetafeln an die Fahnen heften “wir haben soundsoviele Millionen investiert” etc. oder die Farce rund um den Ausbau des Wiener Flughafens und Millionen die entweder verschwunden oder fehlkalkuliert wurden. hypodesaster?

ja, es scheint, als wäre das alles nicht so dramatisch. in Wahrheit steht das Land im internationalen durchschnitt eh gut da, außer bei Pisa, aber da werden wir mit vielen Tests und Prüfungen mehr unsere zukünftigen bachelor in vielen, vielen fhs unterbringen, die dann keiner brauchen kann. siehe Absolventen diverser sozial FHs, die nun quasi arbeitslos da stehen weil ihre stellen zusammen gekürzt wurden.

wie gesagt, alles nicht so schlimm. aber irgendwoher muss ja das Geld kommen um das verbliebene System am ebenstropf hängen lassen zu können. höhere abgaben sind obligatorisch, schon jetzt ist das Niveau über dem eu schnitt. wer denkt denn da noch an Verbesserung, wenn es bisher so gut gelaufen ist? man merke an, dass sich Oberösterreich mehr Landesbedienstete leistet als beispielsweise Bayern. es ist ja auch gar keine rede wert von Gewerkschaftern, die sich gerne im Rampenlicht der spärlichen Debatten rund um diverse abendtermine sonnen. wenn wieder ausgehandelt wird, wieviel mehr beamte verdienen, während dem normalen Hacker miot versteckter Inflation sehr viel Geld aus dem börsel geholt wird. mietzinserhöhungen, höhere stromkosten oder gas, geschweige denn bei Lebensmitteln.

nun, diese grundlegenden Probleme gab es schon immer und wird es auch immer geben. davon geht die Welt nicht unter. wenige arbeitslose sind zu speisen, und keiner stirbt wenn er bei 144 anruft. und wir bekommen immer neue Möglichkeiten, unsere Städte sind relativ sicher und Politiker werden auch keine erschossen, wahrscheinlich weil die wahren Debatten am würstelstand ausgefochten werden. doch dem allen nichts zu trotz, können sich unsere aufgfutterten prölls und grinsenden feymanns auch in Zukunft einer bislang kleinen Minderheit an verbal militanten fpö Politikern messen? ihnen den drang nach oben abzustreiten wäre falsch, ihrer Fähigkeit zu vertrauen, das mit geeignetem personal zu tun, eine andere. gut, schlimmer als im gusenbauer - machtvakuum, wo anscheinend ähnlich wie zu Viktor Klima eh nix weiter passieren musste weil ja eh alles so gut funktionierte (ha!), gehts nur noch schlimmer. oh, ich vergaß das Debakel von schwarz-blau als sich die blaue Partei entzwei stritt.

also, wie schlimm kann es noch werden? wie darf die Geschichte enden? steuern wir zu einer radikalisierten streitkultur hin die, ähnlich wie in Amerika, dann bald zu Ausschreitungen führt? denn der ton ist zwischenzeitlich sehr rau gewesen, gerade in wahlkampfzeiten. und man darf da nie vergessen, dass kaum eine andere Partei mit den Gesichtern der fpö auch nur irgendwie zu tun haben will. die meisten deren Büros sind eh meist verwaist, da sich die Gesichter auf diversen Veranstaltungen treffen. unter sich.

aber Politik bedeutet, miteinander reden. dem wäre geholfen, der hiesigen Medienlandschaft Information nicht nur auf dem Wege von Pressemitteilungen zu geben. das nennt sich übrigens Basisdemokratie. ob das besser funktioniert? anders als jetzt allemal.

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by admin on Aug.11, 2010, under Allgemein

langsam griff der alte mann zu seinen zigaretten die vor ihm auf dem tisch lagen. die sucht packte ihn vor jahren schon, gerade war er dem kindesalter entflohen und sein fünf jahre älterer bruder verhalf ihm zu seinem ersten nikotin. beide fanden rauchen herrlich, es umstrich sie ein gefühl des erwachsenseins und der rebellion.
damals rauchten alle ihre helden. der bundeskanzler, hollywood - stars, der vater im wirtshaus am hauptplatz ihres kleinen, beschaulichen örtchens am rande des weinviertels. beide wussten um der strafen die sie beide ausfassen müssten wenn sie erwischt werden würden, und deshalb rauchten sie abwechselnd an einem einsamen hochstand des im krieg gefallenen revierjägers.
im ort kannte sich, wie sollte es anders sein, jeder untereinander, teilweise hatten sie seit generationen die selben nachnamen und manchmal gab es die eine oder andere totgeburt und niemand wußte, wieso. auch der bruder des alten rauchers, adolf, hatte seltsame anwandlungen. manchmal schrie er wie am spieß, fasste sich in den schritt, riss sich die kleidung vom leibe und redete wirr. der dorfarzt meinte, das dies alles nur eine folge von eisenmangel wäre und mit dem alter verschwindet, aber es wurde immer schlimmer. adolfs bruder, harald, sah im nikotin die chance, seinen anfällen ein ende zu machen. rauchen beruhigte ihn, und mit den jahren nahm seine abhängigkeit krankhafte züge an. kaum dämpfte er eine zigarette aus, nahm er sogleich die nächste in seine finger und paffte auch sie bis zum filter, um sich sofort wieder eine anzuzünden. woher er seine zigaretten nahm sagte harald nicht einmal seinem bruder, aber einmal beobachtete er ihn wie er mitten in der nacht seine schlafstatt verließ und aus dem haus ging. adolf traute sich nie ihn zu fragen, wohin er ging, aus angst seine rauchprivilegien zu verlieren.

mit dreißig verstarb harald durch eigene hand. seine anfälle wurden schlimmer, der dorfarzt verwies ihn an ein sanatorium. über monate blieb harald dort, ohne besserung schickten sie ihn zurück. er war ruhiger, schweigsam geworden nach dieser zeit, und die familie zog in das übernächste dorf. das gerede der leute kannte kein ende. von wahnsinn war die rede, der im ort um sich greifen würde. aus sorge wurde angst, bald durfte adolfs vater nicht einmal mehr in sein geliebtes wirtshaus. schweren herzens verließ die familie ihr heimatdorf und sie versuchten ihr glück ein paar kilometer weiter, als hufschmied waren adolfs vater dienste überall auf dem land gefragt. aber selbst hier sprach sich die seltsame krankheit des sohnes bald herum, und sein ableben durch den strang. die geschäfte liefen schleppend, bald mußte sich der vater vorwürfe gefallen lassen das er nicht im krieg kämpfte und seine saat unglück bringen würde. die geschäfte liefen schlecht, nur wenn wirklich not am manne war riefen sie adolfs vater und nur widerspenstig gaben die leute ihm seinen lohn. er mußte sich manchmal sogar als erntehelfer verdingen um die familie durchzubringen, adolfs mutter half dem pastor als hausdame aus. adolf hingegen besuchte brav die schule und war bald bei seinen lehrern als musterschüler beliebt.

adolf war ebenso ein außenseiter wie seine eltern. freunde hatte er keine, doch sein vater legte viel geld zur seite um seinem nun einzigen sohn wenigstens eine gute schulbildung zu ermöglichen.
bald nach dem ende seiner pflichtschulzeit wurde adolf nach wien in ein internat geschickt um das gymnasium zu besuchen. die tägliche reise wäre ihm zu schwer gefallen, und nach dem krieg waren junge, gebildete männer mangelware. russland und hitler hatten seinen tribut und viele leben gefordert, doch adolf war damals noch zu jung um einberufen zu werden. viele hatten nicht das glück, gerade die höheren universitätsstudien waren ausgedünnt.
und obwohl sein vater unbedingt verlangte, aus seinem zweitgeborenen einen der besten ärzte des landes zu machen, entschied sich adolf für seinen eigenen weg. die wiener luft ließ ihn begreifen, dass sein geliebtes und gleichzeitig gehasstes weinviertel nicht seine zukunft sein werden, geschweige denn der willen des vaters ihn hier erreichen würde. adolf hatte sich in seiner einsamen zeit als schüler mehr wissen angeeignet als seine mitschüler, und bald wurden auch die professoren des gymnasiums auf ihn aufmerksam.
seine matura bestand er mit “sehr gut” und adolf entschied sich für ein junges, aufstrebendes studium an der technischen universität wien: elektronik.

als er noch sehr jung war erlebte adolf das faszinosum der elektrizität. ahnungslos welche kräfte im stromkreislauf frei würden, steckte er eine metalldraht in eine steckdose und bekam einen fürchterlichen schreck und krampf in der hand, den er lang nicht vergaß. aber seitdem ließ ihn diese weltbewegende erfindung des stroms und seine herkunft nicht mehr los. adolf inskripierte und erntete von seinem vater seine ersten prügel. sich dem vater zu widersetzen galt auf dem land als höchster frevel. trotzdem blieb ihr verhältnis bis zum tod des vaters ausgezeichnet. er verzeihte seinem sohn als er erfuhr, dass adolf bei erfindungen mitwirkte, die vieles veränderten.

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krise

by admin on Mai.23, 2010, under Allgemein

griechenland lässt niemanden kalt. das wäre ein neuer werbeslogan für eine griechische werbeoffensive. sie habens auch bitter nötig, wobei bitter eine ganz neue bedeutung bekommt.

jahrelang hat ein ganzes volk zugesehen. wie ein staat zugrunde gewirtschaftet wird und europa mitreißt in einen strudel aus…was eigentlich? irgendwie kann ich der börsenlogik nicht ganz folgen. wo sind die gewinner? wo sind die verlierer in diesem spiel, das uns alle in naher zukunft das leben schwerer machen wird? wenig erstaunlich, dass wir ausgerechnet auf dem lohnzettel eine quittung präsentiert bekommen, die augenscheinlich wir alle in vollen zügen genossen haben. nur, wir merken das noch gar nicht. mitleidig lugen wir zu unseren nachbarn, die alle mit problemen zu kämpfen haben, die wir in naher zukunft ebenfalls durchstehen müssen. wenngleich subtiler. zuerst wird unsere nahrung teurer und frei von qualität. dann der strom, die mieten. geld wird weniger wert, und alles, was die eu anzubieten hat, sind zahnlose bürkokratiemonster die mit rettungspaketen lediglich ihre existenz zu rechtfertigen versuchen. hunderten gewerbetreibenden wird das genick gebrochen. arbeitsplätze gehen verloren, keine neuen geschaffen. sachwerte sind gänzlich nicht vorhanden. sozialeinrichtungen werden auf lange frist mitarbeiter abbauen müssen, service wird wieder ein fremdwort werden. inzwischen steht auch schon das 13. und 14. monatsgehalt zur disposition. unsere pension? wird leider aufgefressen, da unsere bevölkerung immer älter wird.
einsparungspotenzial ist genug vorhanden. die alte leier, politiker würden zu viel verdienen, stimmt zwar. aber lediglich gemessen an ihrer leistung die sie bringen. nein, die geldfressmaschine setzt klein an.

ein unrentables steuer- und verteilsystem wird in den nächsten jahren die wahre herausforderung. dringend wird eine grundlegende reform nötig sein, geringverdiener müssten unbesteuert werden, die mittelschicht (so fern es sie überhaupt noch gibt) entlastet, gerade die gewerbetreibenden. inzwischen muss ich als unternehmer jeden mitarbeiter doppelt bezahlen. nicht unbedingt nur an steuern, sondern miete, strom, gas etc., alles, was während einer schwachen phase mehr und mehr teuer wird. baustellen gibt es zu hauf, aber es scheint, als hätten alle längst den überblick verloren. ein staat ist ein fragiles gebilde, so, wie turm aus streichhölzern der ständig umgebaut wird und keiner kann sagen, wann schluss ist mit umbau. aber dort zu sparen, wo noch mehr potenzial wäre, ist schlichtweg sinnlos. was bringt es ausgerechnet bildung zu beschneiden? ständig wird beklagt, das den unis geld fehlt, ausgerechnet dort, wo akademiker ausgebildet werden die unserem land so dringend fehlen. mit reiner zinspolitik ist da nichts zu machen, da sich die kürzungen anders auswirken als geahnt. weniger lehrveranstaltungen, dadurch sinkende qualität, einsparungen bei professoren. zur zeit wird hauptsächlich darüber gestritten einen numerus clausus einzuführen, die moral war letztlich die kürzung von studienplätzen. ein anfang, wenigstens ein kleiner.

ich find das alles nur noch traurig. und jetzt mal ehrlich; glaubt noch jemand daran, bei einer wahl etwas an dieser misere verändern zu können? grundsätzlich kann und darf der bürger ja nicht mehr machen als sein kreuzerl, oder irre ich mich? und wenn politisches engagement; welche partei?
meine eltern haben mir erzählt, dass diese diskussionen schon uralt sind. anscheinend war das alles immer schon so. kein trost, aber ein weiterer hinweis, das dies alles was um uns herum geschieht bloß eine riesengroße verarsche ist.

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kirche

by admin on Apr.04, 2010, under Allgemein

jesus ist heute auferstanden. so stehts im protokoll der bibel. heute hat es eine leichte abweichung gegeben, klein aber bedeutsam. ungewöhnlich, ja quasi unglaublich das sich die starre suppe kirche bewegt.

die römisch katholische kirche leidet an altersathrose. bewegungen werden schwerer und müssen lange überdacht werden, und dann wird nochmal überlegt und…eingeschlafen. ja, es ist schon schwer so zu tun als hätte irgend etwas noch relevanz was im vatikan überlegt wird, sieht man sich die geschehnisse an die im ach so frommen und gottesfürchtigen einrichtungen so passiert ist.

auch mir wurden, unter vorgehaltener hand, diverse alte geschichten zugetragen während meiner zeit in einem pseudo-kahtolischen konvikt im herzen oberösterreichs. ich als alter zweifler hatte selbige, und während meiner zeit standen züchtigungen von präfekten keinesfalls an der tagesordnung, keiner von denen hätte sich getraut auch nur einmal die hand zu erheben. ein präfekt durfte mal mein temperament kennen lernen. dann waren die fronten geklärt.

glaube und kirche liefern sich immer offensichtlicher einen konkurrenzkampf. das wird an kirchenaus- und eintritten deutlicher. gebetsmühlenartig schwören die purpurgewandeten pfauen, bewaffnet mit mitra, INRI inklusive weinbrot auf liturgien ihrer zweifelhaften vorgänger, die europa über sehr lange zeit am fortschritt behindert hat.
während sich frankreich gegen kardinal und kaiser erhoben hat (im namen eines wahnsinnigen faschistoiden soziopathen) zeigte sich vatikan und konsorten unbeeindruckt. gelernt ist eben gelernt, nicht umsonst sind bibliotheken der wahre schatz der kirche. wissen ist eben immer schon macht gewesen, es hat ja immerhin ein paar jahrhunderte gedauert bis messen nicht mehr auf latein gehalten würden. das publikum bleibt dementsprechend immer das selbe.

schafe sind interessante tiere. der mensch in dieser hinsicht ist zwar erforschtes land, bedenkt man aber die tatsächliche beschränkte denke mancher mitbürger, die sagen; jetzt erst recht müssen wir der kirche folgen! alles lug und betrug! immerhin hat er ja so ewas wie status, allein deswegen weil er im höchsten gebäude im ort spricht. so schließt sich der kreis der ideologien, erschaffe einen glauben an eine institution. sorge dafür, dass worte macht gewinnen und verschleiere deine wahren absichten mit ritualen für die menschen. und verletze das protokoll nur in notfällen.

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reset

by admin on Mrz.22, 2010, under Allgemein

inzwischen ist mir die zeit verronnen. alles nochmal auf anfang. obwohl ich weit weg war, hat mich die distanz näher an das heran gebracht, dass ich verloren hatte. es ist unglaubliches geschehen, und zeitweise schiebt sich die frage ins bewusstsein, was denn nun tatsächlich liebe ist. ich denke, die antwort hab ich endlich verstanden. sie ist unbeschreiblich. tausende autoren haben sich daran versucht, ihre erfahrungen nieder zu schreiben, um wenigstens den sinn zu verstehen. alles hat einen, das ist meiner meinung nach die message. sinnvoll oder sinnlos sind letzlich nur wertigkeiten, die man einer beziehung beimisst. wahre liebe manifestiert sich im zusammengehörigkeitsgefühl, das gspüren und wohlfühlen mit dem anderen. ich hab das alles wieder :-)

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reisetagebuch 2.theil

by admin on Mrz.10, 2010, under Allgemein

gran canaria hat abseits der touristischen gebiete doch mehr zu bieten, als ich dachte. jedenfalls waren meine forschungsreisen mit dem clio sehr aufschlussreich, gefaellt mir immer besser.

noch besser gefaellt mir, das ich wieder mit der ex in kontakt steh. belangloses geschreibsel, aber es tut gut von ihr zu hoeren. seltsam, das ausgerechnet dieser urlaub, der mich eigentlich von ihr weg bringen sollte, wieder mich mehr in ihre richtung wirft. aber was soll ich machen. meine gefuehle fuer sie sind zu stark um sie zu ignorieren. das wir nie eine platonische freundschaft haben werden ist klar, aber mir pers. ist es lieber, wir haben kontakt als keinen. gibt ihr und mir kraft schaetz ich. wie sie gesagt hat, mal schaun was in ein paar monaten aus uns wird.

abseits der touristengebiete ist sogar das essen besser, hab schon daran gezweifelt ob das uebliche grosskuechenfutter ueberall uns den geschmack verdirbt. aber offensichtlich bin ich da wieder zu sehr gourmet, meinen hotelgenossen duerfte die schreckliche kueche nichts ausmachen. beim fleischi hier kommt mir das grausen, ehrlich.

heut war grosser clio-ausfahrtag, mal wieder. diesesmal mit unterstuezung der digi-cam. haett mich fast mal in den abhang gehaut, waer nicht wirklich gut ausgegangen…

mal sehen, was die letzten beiden tage so bringen. hoffentlich besseres wetter, wuerd mal gerne am strand liegen!

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reisetagebuch 1.theil

by admin on Mrz.08, 2010, under Allgemein

gran canaria also. heute habe ich gesehen, was tourismus und kommerz mit einer so derart schoenen insel anrichten koennen. gut, das ich mir ein mietauto genommen habe, um auch das landesinnere sehen zu koennen. ernuechternd, um es gelinde auszudruecken.

anscheinend ist den spaniern ihr land nichts wert, genauso wenig wie den italienern. ueberall muelldeponien, nur kleine, aber es reicht um den charakter der schroffen felskuesten, huegeligen landschaften und sonnendurchfluteten buchten zu egalisieren. geschockt hat mich puerto rico, eine an sich kleine bucht, umrandet von steilen felsen die von unten bis oben ohne platzvergeudung mit hotels und bungalows zugepflastert wurden. deprimierend. jede schoenheit, weg. zu gunsten von deutschen, schwedischen, italienischen und oesterreichischen urlaubern.

jeden tag vermisse ich sie. kann nicht mal behaupten, das es weniger wird. immer wieder ertappe ich mich dabei, wie ich auf den beifahrersitz greifen moechte, sie spueren will, das alles hier gemeinsam erleben moechte. aber das wird wohl nie wieder so sein.

wenigstens konnte ich mich mit dem clio an der noerdlichen steilkueste so richtig austoben; bis dass die reifen quietschen! :)
das hotel ist eine farce. mieses futter, kein service (nicht mal ein foen am zimmer…) und alles ist abgefuckt, abgewohnt. genau das richtige also, um so richtig zu entspannen…

morgen gehts weiter ins landesinnere, am donnerstag vermutlich nach las palmas. sonne ist hier mangelware, die wolken halten sich in den bergen genau vor maspalomas. den einzigen richtigen sonnentag erlebte ich, als ich anreiste. da wars richtig sonnig, warm und der sand unter meinen fuessen war schlichtweg ein traumgefuehl.

mal sehen, was die naechsten tage so bringen. heute wollte ich schon zweimal das auto verreissen. links gings ziemlich tief runter. wird das je wieder weg gehen? wenn ich schreibe wirds besser, fuer ein paar stunden, aber jede nacht traeume ich von ihr.

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abreise

by admin on Mrz.05, 2010, under Allgemein

sie rückt näher, die abreise nach gran canaria. ein großer teil in mir freut sich schon, der andere hat schlicht angst. angst vor der drohenden einsamkeit. dem drang, zum telefon zu greifen, in der hoffnung auf eine nachricht, ein anruf. er wird nicht kommen. es wird keine mail geben. vorbei. liebe geht seltsame wege. das mir das passiert hätt ich nie gedacht, nicht so. auseinander leben, unterschiedliche interessen, alles gut. aber da ist etwas. irgend etwas lässt man immer zurück. jedenfalls möchte ich das alles wieder haben. die guten, die schlechten, die schwierigen zeiten. jeder hat sie, zu zweit ist man halt doch stärker. fängst einander auf, tust dem anderen und dir selbst gut. bin halt doch ein beziehungsmensch.

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